Fette sind neben Kohlenhydraten und Eiweiß ein Hauptbestandteil der menschlichen Ernährung. Nahrungsfette bestehen primär aus sogenannten Triglyzeriden. Diese sind eine Zusammensetzung aus dem dreiwertigen Alkohol Glyzerin und drei Fettsäuren. Die Eigenschaften und unterschiedliche Bedeutung von Fetten für die Ernährung bzw. Gesundheit basiert auf den verschiedenen Fettsäuren. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Länge (kurz-, mittel-, langkettig) sowie durch ihren Sättigungsgrad (gesättigt, einfach ungesättigt, mehrfach ungesättigt). Entsprechend des Sättigungsgrades sollten die Fette in einer bestimmten Menge Bestandteil der Ernährung sein. Die tägliche Fettaufnahme sollte ca. 30 % der Gesamtenergieaufnahme abdecken. 10 % der Gesamtenergie sollte aus gesättigten, 13 % aus einfach ungesättigten und 7 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren stammen. In Österreich werden aktuell aber deutlich zuviel gesättigte Fettsäuren aufgenommen. Ein Hauptgrund hierfür sind versteckte Fette, deren Konsum man sich nicht bewusst ist. Wegen des hohen Energiegehaltes von 9 Kilokalorien pro 100 Gramm tragen Fette so maßgeblich zur Übergewichtsproblematik bei.
Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Es ist entscheidend bei Zellteilung und Zelldifferenzierung. Aus diesem Grund kann ein Mangel zu Beginn einer Schwangerschaft zu „Neuralrohrdefekten" führen. Dies kann sich in Rückenmarksschädigungen bis hin zur Querschnittslähmung des Kindes äußern. Folsäure ist in grünen Blattgemüsen wie Grünkohl, Salat und Spinat, Leber, Ei und Bierhefe enthalten. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 400 µg Folsäure, bei Schwangeren bei 600 µg.
Als Fruchtmark bezeichnet man das Fruchtfleisch von Obst, bei dem die zellverbindende Zellulose aufgelöst wurde. Dadurch kommt bei Fruchtmark der Geschmack des Obstes zum Vorschein. Fruchtmark wird häufig zur Herstellung von Fruchtsäften verwendet.
Basieren auf Fruchtsaft, Fruchtmark oder Fruchtsaftkonzentrat. Der Fruchtgehalt
variiert stark zwischen 30 und 50 %. Je höher der Fruchtanteil im Saft, desto weniger zugesetzter Zucker und desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe und Vitamine sind enthalten.
Fruchtsaftkonzentrate werden wegen ihrer guten Lagerfähigkeit, des verminderten Verpackungsaufwandes und wegen der verringerten Transportkosten hergestellt. Die Produktion erfolgt meist durch Einkochen des Fruchtsaftes auf niedrigen Temperaturen. Das so erhaltene Produkt wird auch als Dicksaft bezeichnet. Will man wieder Fruchtsaft erhalten, wird das Fruchtsaftkonzentrat mit der entsprechenden Menge an Wasser vermengt. Trotz der schonenden Verarbeitung ist die Herstellung mit einem Verlust an Inhaltsstoffen (Vitamine, Aromen etc.) verbunden.
Fruchtsäfte bestehen zu 100 % aus purem Saft, entweder frisch gepresst oder aus Fruchtsaftkonzentrat. Ein Glas Fruchtsaft entspricht auch einer Portion Frucht als Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung.
Fruktose (=Fruchtzucker) ist ein Einfachzucker und gehört zu den Kohlenhydraten. Fruktose besitzt eine ca. 1,6-fach stärkere Süßkraft als Zucker. Dies ist ein Grund warum Fruktose bei immer mehr Getränken zum Einsatz kommt. Ein anderer Grund ist, weil Fruktose im Gegensatz zu Glukose keinen Effekt auf den Blutzuckerspiegel ausübt. Deshalb kommt Fruktose gerne in Produkten für Diabetikern zum Einsatz. 30 bis 40 % der Mitteleuropäer können Fruktose nicht richtig verdauen (Fruktosemalabsorption). Neuesten Studien zufolge sollte der Konsum von isolierter Fruktose aber nicht im Übermaß erfolgen, da eine stark erhöhte Aufnahme mit Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck oder Erhöhung der Blutfette assoziiert ist.
Bei einer Fruktosemalabsorption kann der Fruktose nicht oder nur vermindert durch die Darmschleimhaut transportiert werden. Verantwortlich hierfür ist ein Mangel eines bestimmten Zuckertransporters (Glut-5-Transporter) in der Schleimhaut. Da die Fruktose in diesem Fall im Darm bakteriell umgesetzt wird, kommt es z.B. zu Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfällen. Es wird geschätzt, dass rund 30 % bis 40 % der Mitteleuropäer Fruktose nicht gänzlich verdauen können.
Achtung: eine Fruktosemalabsorption ist nicht mit der sehr seltenen hereditären Fruktoseintoleranz zu verwechseln.
Die Empfehlung 5 am Tag stammte ursprünglich aus Kalifornien und breitete sich schnell in verschiedene Länder aus. Die Empfehlung basierte darauf, dass in Studien gezeigt werden konnte, dass die Aufnahme einer bestimmten Menge an Obst und Gemüse vor Krebserkrankungen schützen kann. Neuere Untersuchungen ergaben, dass der positive Effekt sich mehr auf das Herzkreislaufsystem als auf den Schutz gegen Krebserkrankungen auswirkt.
Die Empfehlung setzt sich aus drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zusammen. Dies entspricht einem Verhältnis von 1,5 : 1. Laut Ernährungsbericht 2008 konsumieren Männer 162 g, Frauen hingegen 190 g Gemüse täglich. Dies entspricht einem Verhältnis von 0,8 : 1. Auch Kinder erreichen mit einem täglichen Konsum von 84 g Gemüse bei Mädchen bzw. 86 g bei Jungen die Empfehlungen nicht. Eine Gemüse- oder Obstportion kann durch ein Glas 100 %igen Gemüse- bzw. Fruchtsaft ersetzt werden.
