Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das entscheidend für den Sehvorgang, Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Wachstum, Knochenbildung und -erhaltung ist.
Es ist vor allem in Leber, Eigelb, Milchprodukten oder Fisch enthalten. Die empfehlenswerte Zufuhr liegt bei 0,8 mg Retinoläquivalente (RÄ) für Frauen und 1 mg RÄ für Männer. Ein Retinoläquivalent entspricht 1 mg Vitamin A bzw. 6 mg Beta-Carotin, welches im Körper in Vitamin A umgewandelt wird.
Besteht ein großer Vitamin-A-Mangel kommt es zu Augenveränderungen, zur „Xerophthalmie". Dieser Zustand gilt weltweit als Hauptverursacher von Erblindung.
Spricht man von „Vitamin B" sind immer mehrere Vitamine gemeint. Dies sind die wasserlöslichen Vitamine Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin , Pantothensäure, Pyridoxin (Vitamin B6), Folsäure, Biotin und Cobalamin (Vitamin B12). Jedes dieser Vitamine hat eine eigene spezifische Wirkung im Organismus.
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist reichlich enthalten in Sanddornbeeren, Paprika, Brokkoli, Erdbeeren und Zitrusfrüchten. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans. Es spielt eine entscheidende Rolle bei Wundheilungsprozessen und Wachstum. Der tägliche Bedarf von Erwachsenen liegt bei ca. 100 mg. Massive Mängel führen zu Skorbut (Mangel an Strukturproteinen). Dieser ist allerdings in unseren Breiten selten, da die Versorgung mit Vitamin C immer besser wird. Ein Grund hierfür ist, dass Getränke häufig mit Vitamin C versetzt werden.
Vitamin D kann vom Körper selbst hergestellt werden. Die Bildung erfolgt in der Haut aus Cholesterin, wobei dazu ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung stehen muss. Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle im Kalziumstoffwechsel; es fördert die Kalziumaufnahme in die Knochen. Enthalten ist es in Fischen wie Hering, Lachs, Sardine und Thunfisch sowie Eigelb. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen beläuft sich auf ca. 5 µg. Bei einem Vitamin-D-Mangel ist die Mineralisierung der Knochen gestört und es kommt zur Verformung der Knochen. Die Krankheit nennt man bei Kindern Rachitis, bei Erwachsenen Osteomalazie.
Vitamin E ist wie Vitamin C ein wichtiger Antioxidans und somit Radikalfänger. Als Antioxidationsmittel wird es vielen Lebensmitteln zugesetzt. Es ist vor allem in pflanzlichen Ölen und Nüssen enthalten. Der geschätzte Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 12-14 mg.
Vitamin K wirkt an der Bildung des Knochenproteins Osteocalcin mit und ist auch an der Regulierung der Blutgerinnung beteiligt. Es findet sich in grünem Blattgemüse wie Kohl, Spinat und Kohlsprossen, in Oliven- und Rapsöl sowie in Milchprodukten. Für Frauen und Männer empfiehlt sich eine tägliche Aufnahme von 60 bzw. 70 µg.
Vitamine sind organische Verbindungen, die mit der Ausnahme von Vitamin D vom Körper nicht selbst hergestellt werden können und daher mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie werden in die Kategorien fettlöslich und wasserlöslich unterteilt und liefern im Gegensatz zu Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten keine Energie. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählt man die Vitamine A, D, E und K. Wasserlösliche Vitamine sind Vitamin B1, B2, Niacin, Vitamin B6, Pantothensäure, Folsäure, Vitamin B12, Biotin und Vitamin C. Vitamine sind im Körper meist Bestandteile von Enzymen und sind daher zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels essentiell.
